Über uns

Die Geschichte der Feuerwehr Stegaurach.

Seit etwa 150 Jahren gibt es organisierte ausgebildete Brandschutzleute auf freiwilliger Basis.

Eingeweihte streiten noch immer darüber, in welcher Gemeinde die erste Freiwillige Feuerwehr Deutschlands gegründet wurde, ob in der sächsischen Porzellanstadt Meißen im Jahre 1841 oder im badischen Durlach. 

Zur Entstehungsgeschichte der neuzeitlichen deutschen Feuerwehr trugen im wesentlichen die ehemaligen Bürgerwehren und die Turnerschaften bei. Aber auch der technische Fortschritt und die Hinwendung vom absolutistischen Denken zur Demokratie in der Zeit des Vormärz entwickelte sich in der Gesellschaft der Wille zu immer mehr Mitverantwortung.

 In den meisten Gemeinden dauerte es doch noch einige Zeit, bis ähnlich gut funktionierende Truppen zum Schutz der Bürger installiert wurden. Schon seit früher Zeit wurde der Feuerschutz zu einer öffentlichen Aufgabe. Im Zuge der Selbstverwaltung von Gemeinden wurde u.a. auch das Feuerlöschwesen geregelt. 

So legte z.B. die Buger Gemeindeordnung fest:" Damit aber wegen Gott für seiender Feuersgefahr Fürsehung geschieht, so soll jeder fremd Einziehender zwei Feuereimer und zwar einen in natura, den anderen aber mit zwei Reichstaler in die Gemeind anschaffen und bezahlen, ein Einheimischer aber, der sich verheiraten tut, solle dahin gehalten werden, daß derselbe nur einen tauglichen Feuereimer in natura anschaffen tue." 

Zu dieser Zeit bekämpfte man Brände mit den alt hergebrachten Mitteln. Von einer Feuerleiter aus goss der Steiger den Inhalt der heraufgereichten Feuereimer ins Feuer. Die Feuereimer waren meistens aus Leder.  Nach Entleerung warf sie der Steiger auf den Boden. Als weitere Hilfsmittel standen Feuerhaken zur Verfügung, um brennende Balken oder gefährliche Mauern zu beseitigen oder einzureißen. Auch ein Feuerwehrbeil, ähnlich, wie es heute noch im Gebrauch ist, kam zum Einsatz. 

Der vorbeugende Brandschutz beschränkte sich damals darauf, ein-oder abzuhalten und die Feuerlöschordnung zu verkündigen.

Diese bestimmte die Tätigkeit der einzelnen Ortsbewohner bei Bränden, z.B. als Steiger oder Rettungsmann usw. Seit 1786 gab es im damaligen Fürstbistum Bamberg eine Brandversicherung, in die jeder Hausbesitzer einzuzahlen hatte.  Nach der Säkularisation von 1803 übernahm das Königreich Bayern u.a. auch die Organisation des Feuerlöschwesens. Im Jahr 1869 wurde eine Anordnung über die Gründung, die Ausstattung und die Organisation freiwilliger Feuerwehren erlassen. In unmittelbarer Folge wurden nun in den meisten Gemeinden Freiwillige Feuerwehren gegründet.

Wir in Stegaurach können stolz sein, bereits seit 1876 über eine leistungsfähige Freiwillige Feuerwehr zu verfügen. Vor allem waren es wohl die verhältnismäßig hohe Zahl der einheimischen Brauereien und Ziegeleien, von denen naturgemäß eine große Brandgefahr ausging. Ein genaues Datum der Gründungsversammlung können wir leider nicht vorweisen. Die erste verlässige Quelle existiert in Form eines amtlichen Verzeichnisses der Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Stegaurach vom 20.07.1889. 

Dort findet man als frühesten Zeitpunkt im Mitgliederverzeichnis die Eintrittsdaten vom 11.April 1876 und 12.April 1876. So ist anzunehmen, dass wohl zu diesem Datum oder kurz zuvor, die Freiwillige Feuerwehr Stegaurach gegründet wurde. 

Mit dem Eintrittsdatum von 1876 tauchten schon Familiennamen u.a. auf wie Denzler, Mackert, Hungenberger, Arneth, Stäblein usw. die im Laufe der Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Stegaurach lange Zeit tragende Funktionen inne hatten. 

Im Mitgliederverzeichnis vom 20.07.1889 findet man Georg Zech, Bauführer, als Hauptmann der Feuerwehr. Aufgelistet werden insgesamt 92 Mitglieder mit den Diensträngen wie z.B. Adjudant, Fahnenjunker, Steiger, Obersteiger, Spritzenmeister, Schlauchzugführer, Rottenführer. Als Funktionseinheiten gab es Rettungsmannschaft, Druckmannschaft oder Wassermannschaft. 

Namentlich aufgeführt sind dort Michael Drescher (1. Rottenfuhrer der Rettungsmannschaft) Krug Albert (Brauereibesitzer) Röckelein Friedrich, (Bürgermeister) Mark Georg, Wagner Franz(Meister) Wurm Andreas (Ökonom) Röcklein Andreas(Zimmermann) Heßdorfer Georg (Zimmermann) Windfelder Andreas(Brauereibesitzer) Kratz Georg,(Schreiner) Bieger Franz, (Dampfziegeleibesitzer) Hungenberger Peter(Ökonom) Denzler Georg (Straßenwärter)

Doch die weitaus meisten Feuerwehrleute stammten damals aus Bauberufen, wie Maurer und Zimmermann oder sie arbeiteten als Ziegler in einer der damaligen Stegauracher Ziegeleien. Anhand des Mitgliederverzeichnisses von 1889 können auch gut Rückschlüsse auf die damalige Sozialstruktur der Gemeinde gezogen werden, denn es kann davon ausgegangen werden kann, dass von den damals ca. 500 Einwohnern aus jedem Haus oder Hof ein Feuerwehrmann kam. Die relativ hohe Anzahl von Feuerwehrleuten war auch schon deshalb notwendig, da es in Stegaurach zum damaligen Zeitpunkt mehrere Ziegeleien, zwei Brauereien und eine Vielzahl von Bauernhöfen gab. Auch stand elektrische Energie größtenteils noch nicht zur Verfügung. Man musste demnach noch viel mit offenem Feuer arbeiten. 

Die Tatsache, dass bereits im Mitgliederverzeichnis von 1889 schon mehrere Schlauchflührer ausgewiesen sind, lässt darauf schließen, dass Stegaurach bereits zu dieser Zeit, eine für die damalige Zeit moderne Feuerspritze besaß. Aus der Überlieferung ist bekannt, dass Stegaurach eine der ersten Gemeinden aus dem weiten Umkreis war, die eine der damals modernsten Motorspritzen anschaffte. 

Ihren höchsten Mitgliederstand erreichte die Freiwillige Feuerwehr Stegaurach im Jahre 1902 mit 176 Mitgliedern. Hier tauchten auch heute noch bekannte Namen innerhalb der Feuerwehr auf, wie Montag, Mackert, Zech, Windfelder, Hertenberger, Kratz, Arneth, Hungenberger, Übel, Röckelein, Steblein, Stöcklein, Nöth, Göller, Denzler, Eichhorn, usw. auf. 

Dass auch die Gemeinde immer voll hinter ihrer Feuerwehr stand ist u.a. dem Protokoll der Gemeinderatssitzung vom 31.Mai 1909 zu entnehmen, wo es heißt: "Es wurde einstimmig beschlossen: Für die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Stegaurach sind wenn möglich für sämtliche Mannschaften neue Uniformen anzuschaffen, was einen Kostenaufwand von 800 Mark ausmacht, da 50 Feuerwehrblusen a 15 Mark notwendig sind. Der Betrag hierzu ist mit Zustimmung der Gemeinderatsversammlung vorzunehmen." Ebenso wurde in der Gemeinderatssitzung vom 12.luni 1910 verfahren: "Es wird beschlossen, für die Freiwillige Feuerwehr Stegaurach 60 Uniformen a 15 Mark anzuschaffen, sodass die Freiwillige Feuerwehr vorschriftsmäßig ausgerüstet ist". 

Natürlich versuchte man auch damals schon, sich Geld von höherer Stelle zu beschaffen. So wurde am 19. August 1911 wiederum einstimmig beschlossen: "Gesuche um Unterstützung und Distriktmittel für die Freiwillige Feuerwehr Stegaurach und Debring einzureichen". Leider hinterließ der 1. Weltkrieg auch große Lücken bei der Freiwilligen Feuerwehr Stegaurach. Um die Mitgliederverluste auszugleichen, heißt es in der am 24. Februar 1924 gehaltenen Gemeinderatsitzung "... die Forderungen der Feuerwehr wurden genehmigt und der in dem Gesuch der Feuerwehr vom 17.02. gestellter Antrag auf Zuführung von Männern, die der Feuerwehr noch nicht angehören, (ist) stattzugeben". So zählte man dann 1926 bereits wieder 121 Mitglieder. Im Jahre 1926 ereignete sich dann auch die bis dahin größte Brandkatastrophe in der Gemeinde Stegaurach. An Weihnachten 1926 fiel der östliche Flügel des Böttinger-Hofes mit 3 Wohnhäusern, 3 Scheunen, Werkstatt sowie Stallungen und Schlachthaus dem Feuer zum Opfer. Den Gesamtschaden schätzte man damals auf die gewaltige Summe von 80.000 Mark. Erinnert sei hier auch an die Brände von 1855 in der Gastwirtschaft Windfelder; 1879 und 1880 brannten die Scheunen vom Anwesen Röckelein und Luft (heute Hertenberger), 1883 brannte es in der Brauerei Krug. 

Die große Bedeutung der Freiwilligen Feuerwehr für die gesamte Gemeinde zeigt das Protokoll der Gemeinderatssitzung vom 26.06.1929. Trotz Inflation und der nahenden Weltwirtschaftskrise vom 25. Oktober 1929 beschließt der Gemeinderat den Ankauf einer Motorspritze im Wert von 500 Mark. Dass der Gemeinderat auch für das leibliche Wohl seiner Feuerwehr sorgt zeigt das Protokoll vom 07.08.1932, wo es heißt: »... bei der Feuerinspektion soll ein jeder Wehrmann 1 Liter Bier erhalten." 

Die Mitgliederzahl sank bis 1931 auf 76 Männer im Feuerwehrdienst. 

Der Machtantritt der Nationalsozialisten führte zm "Preußischen Feuerlöschgesetz" vom 15. Dezember 1933 in Verbindung mit dem "Gesetz über den Neuaufbau des Reiches" vom 30. Januar 1934. Damit galten ausschließlich nur noch die preußischen Feuerwehrgesetze für das gesamte Reich. Die Feuerwehren wurden in die Polizeistrukturen eingebunden. Die sogenante Feuerlöschpolizei. Es begann die staatliche Bevormundung der Wehren. 

Folgerichtig war nur die erzwungene Auflösung des Deutschen Feuerwehrverbandes am 10.07.1938. 

Im Kriegsjahr 1940 zählte man nur noch 55 Mitglieder. Viele mussten Kriegsdienst leisten. 

Es wird überliefert, dass während des 2. Weltkrieges sogar zeitweise eine Frau das Kommando der Feuerwehr übernehmen musste, da der Krieg die Mitgliederzahl weiter dezimierte. Wie schwer die Aufrechterhaltung des Feuerschutzes zu gewährleisten war, zeigt ein Artikel im Bamberger Tagblatt vom 17.Juni 1938. Gemeldet wird, daß die Stegauracher Schuljugend auf die kommenden Kriegsereignisse vorbereitet wurde. Unter der Leitung des Reichsluftschutzbundes wurde eine Art Feuerwehrübung abgehalten, wobei besonderen Spaß die Bedienung der Kübelspritze bei den Schülern machte. 

Bald nach Kriegsende befasste man sich schon wieder mit der Aufstellung einer Freiwilligen Feuerwehr in Stegaurach. Im Protokoll des Gemeinderats vom 27.10.1945 ging es im Punkt 3 um die Zusammensetzung der Freiwilligen Feuerwehr. Im Dezember wollte man auch jüngere Kräfte heranziehen und die Altersgrenzen auf 18 bis 40 Jahren festsetzen. Dass der Aufbau einer freiwilligen Feuerwehr nicht ganzz leicht zu bewerkstelligen war, kann man der Gemeinderatssitzung vom 26.Juni 1948 entnehmen: "In Debring wird jedem von 18 -35 Jahre alten männlichen Einwohner durch Zustellung mitgeteilt, daß er bei Feuerwehrübungen zu erscheinen hat, um zu vermeiden, daß er der Pflichtfeuerwehr zugeteilt wird". 1950 wurde die alte unbrauchbare Feuerwehrspritze verkauft und eine neue Motorspritze mit sämtlichen Zubehör zum Preis von 1.250 Mark gekauft. 1960 kaufte man einen Tragkraftspritzenanhänger TSA. 

Im Jahre 1958 zählte die Freiwillige Feuerwehr Stegaurach 37 Mitglieder. Den absoluten Mitgliedertiefstand erlitt die Wehr zwischen 1964 und 1968 mit gerade noch 27 Mitgliedern. In der Folge ging es langsam aber stetig bergauf. Endlich war es dann auch soweit. 1969 erwarb die Gemeinde über die Feuerwehrschule Würzburg vom Bundesgrenzschutz ein Fahrzeug der Marke Hanomag für 470 DM. Doch musste es noch für Feuerwehrzwecke entsprechend umgerüstet werden. 

Motiviert hat im Jahre 1971 sicher die Ankündigung des damaligen l.Vorstandes Hans Hertenberger ( Gemeinde-und Kreisrat, heute Ehrenvorsitzender ), dass jeder der ausrückt, 1 Ltr. Bier erhält. Dieses wird auch heute noch beibehalten, jedoch alkoholfrei. 

Eine Fahne wurde 1972 für 1.500 DM angeschafft. 

Amüsant ist eine Bemerkung im Protokoll der Versammlung der Freiwilligen Feuerwehr vom 14.03.1973, wo Vorbereitungen für die Tausendjahrfeier besprochen wurden. Dort heißt es: "1. Vorstand Hans Hertenberger und Peter Koch übernehmen das Besorgen der Mädchen". Es handelte sich hier um die 12 Ehrendamen. Das waren noch Zeiten, als 1973 der Jahresbeitrag nur 1 DM betrug. Er wurde allerdings 1974 schon um 100% ! auf 2DM angehoben. Bis 1973 gab es bei der Feuerwehr noch einen Hornisten, der durchs Dorf lief oder fuhr und neben der Alarmierung durch die Kirchenglocken seinen wichtigen Dienst ausführte. Als letzter Hornist fungierte hier Peter Koch. 

Heute heult ganz unpersönlich die Sirene. 

1976 wurde dann ein LF 8 erworben, das heute noch Dienst tut. Voller Begeisterung rief der damalige Kommandant Georg Denzler aus: "Nun fahren wir mit Blaulicht und Martinshom durchs schöne Aurachtal". Im selben Jahr wurde auch eine Jugendgruppe gegründet. Einhergehend mit dem Aufschwung der Freiwilligen Feuerwehr vollzog sich auch eine notwendige Vervollkommnung der technischen Ausrüstung und des räumlichen Umfeldes. Obwohl sich die Ausbildungsmöglichkeiten der Freiwilligen Feuerwehr schon 1985 durch die Bereitstellung eines Unterrichtsraumes in der Grundschule erheblich verbesserten, strebte man doch weiterhin bessere Voraussetzungen für die Feuerwehr an. 

Am 20.Oktober 1991 wurde das neue, allen technischen Bedürfnissen entsprechende Feuerwehrhaus mit ca 500 qm Nutzfläche im Zusammenhang mit dem Gemeindebauhof bezogen. Es handelt hier sich um ein vierständiges Gerätehaus mit Unterrichtsraum und Schlauchtrocknungsanlage, WC-und Duschräume, Nebenräume und einer Werkstatt. 

Im Rahmen des 1. Kreisfeuerwehrtages 1992 erhält die Freiwillige Feuerwehr Stegaurach ein LF 16/12 mit Gerätschaften zur Technischen Hilfeleistung. Hier zeigte auch die Freiwillige Feuerwehr, dass sie nicht nur im Feuerlöschwesen ihren Mann steht, sondern dass sie auch versteht, Feste zu feiern und damit einen unverzichtbaren Träger örtlicher Dorfkultur darstellt. Erinnert sei nur an die vielen öffentlichen Veranstaltungen wie z.B. die Mitwirkung bei der damaligen 1000 Jahrfeier der Gemeinde Stegaurach, die Feiern zum 100 und 125-jährigen Gründungsfest oder wie schon erwähnt, die Ausrichtung des l.Kreisfeuerwehrtages vom 15. Bis 17.Mai 1992, wo man rund 3.500 Teilnehmer mit 124 Gruppen, meist Feuerwehren aus dem Landkreis begrüßen konnte. 

Weiterhin stellt die Freiwillige Feuerwehr immer an kirchlichen und öffentlichen Veranstaltungen Personal zur Verfügung obwohl, wie man erfährt, der Obolus von der Gemeinde, bestehend aus 1 Ltr. Bier und ein Paar Bratwürste an Fronleichnam seit 1998 aus Kostengründen nicht mehr von der Gemeinde geleistet wird. Im Laufe der Zeit hat sich das Aufgabengebiet der Feuerwehr drastisch geändert. Ging es früher fast ausschließlich um Brandbekämpfung, so liegt heute der Schwerpunkt v.a. in Technischer Hilfeleistung. Völlig neue Aufgabenfelder kamen hinzu, auf die sich unsere Feuerwehr auch einzustellen hatte. Diesen Herausforderungen haben sich die Gemeinde Stegaurach und die Freiwillige Feuerwehr Stegaurach gestellt, sodass wir heute über eine in allen Bereichen gut ausgebildete und hochqualifizierte Feuerwehr stolz sein können. 

Dass der Umgang mit dem technischen Gerät beherrscht wird, zeigt die Teilnahme der Aktiven an Leistungsprüfungen, Weiterbildungen, Spezialausbildungen in Technischer Hilfeleistung, Chemieschutzausbildung, Schweren Atemschutz, um nur einige Schwerpunkte zu nennen und natürlich letztendlich der gekonnte Einsatz im Ernstfall. 

Die Aufgaben der Freiwilligen Feuerwehr lassen sich heute mit folgenden Begriffen gut beschreiben.

Retten-Löschen-Bergen-Schützen

Genannt sei an dieser Stelle nur der Einsatz beim Hochwasser vom 26.Januar 1995, wo die Feuerwehrleute frierend und hungernd die ganze Nacht zur Sicherung einer chemischen Einrichtung in Hirschaid Dienst taten. 

Erinnert sei auch an den Verkehrsunfall am Debringer Berg vom l9.Februar 1995, bei dem 7 Jugendliche tödlich verletzt wurden und wo sich der Freiwilligen Feuerwehr Stegaurach hier ein schreckliches Bild bot, was manchen Feuerwehrmann heute noch beschäftigt. Weitere größere Einsätze waren der Waldbrand in Strullendorf 2004, der Brand der Firma Kramp in Strullendorf, Verkehrsunfall zwischen Stegaurach und Mühlendorf, verschiedene Notfalltüröffnungen, um nur einige der letzten Jahre zu nennen. Die spektakulärsten Einsätze waren eine Schlangenrettung aus dem Keller, ein eingefrorener Schwan, bzw. eine Rettung einer Katze vom Dach eines Hauses. 

Heute wird die Feuerwehr auch "Mädchen für alles" genannt. 

Auch die Jüngsten unserer Gemeinde werden schon an die Aufgaben einer Feuerwehr behutsam herangeführt. Zu diesem Zweck wurde im Jahr 2008 die Gruppe der "Löschpiraten" gegründet. Hier lernen Kinder zwischen 6 und 12 Jahren die Grundbegriffe der Feuerwehraufgaben. Es wird natürlich auch gebastelt, gebacken, experimentiert und gespielt. Die Begeisterung dieser Kinder lässt uns für die Zukunft hoffen. Im Jahr 2011, zählte die Freiwillige Feuerwehr 104 Mitglieder. Davon waren 35 
Feuerwehrfrauen-und Männer aktiv. Die Jugendgruppe bestand aus 5 Mann und die Löschpiraten aus 27 Kindern. 

Um die Leistungsstärke der Feuerwehr auch weiterhin zu gewährleisten, ist im Jahr 2012 ein neues Feuerwehrfahrzeug von der Gemeinde angeschafft worden. Das neue HLF 10/10 ist auf einem Fahrgestell der Firma Mercedes Benz aufgebaut. Der feuerwehrtechnische Aufbau erfolgte durch die Firma Rosenbauer aus Luckenwalde. Ausgestattet ist es mit einem 1000 Liter Wassertank, Spreizer und Schere, Wärmebildkamera, pneumatischer Lichtmast mit 4x1000W, 4 Atemschutzgeräten um nur einige Eckpunkte zu nennen. 

Die Feuertaufe hat das neue Fahrzeeug bereits am 01.03.2012 beim Scheunenbrand auf dem Anwesen der Gaststätte Krug in Stegaurach mit bravur bestanden 

Vorstände seit 1876

Windfelder Hans  Hungenberger Kilian 
Röckelein Friedrich Eichhorn Johann  
Kratzer Johann  Kolb Christian 
Stettmeyer Johann  Bürkl Thomas 

Hertenberger Johann (Ehrenvorstand)

 

Kommandanten seit 1876

Zech Georg  Luft Johann 
Arneth Johann  Denzler Georg 
Seelmann Konrad  Hungenberger Kilian
Schäfer Ludwig  Fengler Walter 
Saloman Michael  Behr Reinhard  
Eichhorn Johann   

 

Die Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr ist immer auch die Geschichte der Gemeinde. Möge sich auch weiterhin immer zeigen, dass es zu jeder Zeit in unserer Gemeinde verantwortungsvolle Bürger gibt, die sich dem Dienst am Nächsten ehrenamtlich verschreiben, wie es die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Stegaurach vorleben.